Die erste Fahrstunde, das ist ein Moment, den die meisten Menschen nie vergessen. Aufregung, vielleicht etwas Nervosität, und dann das erste Mal mit einem richtigen Auto im Strassenverkehr. Keine Sorge: Du musst gar nichts können. Deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer hat schon Hunderte von Anfängerinnen und Anfängern begleitet und weiss genau, wie er oder sie dich dort abholt, wo du gerade stehst. Hier erfährst du, was dich in der ersten Stunde erwartet und wie du dich am besten darauf vorbereitest.
Was in der ersten Stunde passiert
Bevor ihr überhaupt losfahrt, zeigt dir deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer das Fahrzeug. Wo ist der Sitz einzustellen? Wie funktioniert der Spiegel? Wo sind Blinker, Scheibenwischer und Warnblinker? Das klingt banal, aber wer im richtigen Moment nach dem Blinker sucht, ist abgelenkt. Dann geht es darum, wie du sitzt: Rücken gerade, Hände auf dem Lenkrad in der 9-Uhr-3-Uhr-Position oder 10-Uhr-2-Uhr-Position, Beine entspannt. Danach geht es in der Regel auf ruhigere Strassen. Du übst das Anfahren, das Beschleunigen, das Bremsen und das Lenken. Kein Autobahneinfahren, keine Kreisverkehre, nichts Kompliziertes. Das kommt später.
Was du mitbringen solltest und was du nicht brauchst
Das Einzige, was du unbedingt brauchst, ist dein Lernfahrausweis. Ohne dieses Dokument darf die Fahrstunde nicht stattfinden. Komm pünktlich, damit die volle Zeit für Fahren bleibt. Was du nicht brauchst: Vorwissen über Technik, Erfahrung am Steuer oder das Gefühl, schon etwas können zu müssen. Wer noch nie gefahren ist, bekommt in der ersten Stunde eine ruhige, klare Einführung. Falls du schon einmal auf einem Privatgelände oder im Ausland gefahren bist, erwähn das kurz, damit deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer weiss, wo er oder sie ansetzen kann. Kleiner Tipp: Komm ausgeruht und nicht mit vollem Magen. Konzentration ist in der ersten Stunde gefragt.
- Lernfahrausweis nicht vergessen, ohne ihn ist die Stunde nicht möglich.
- Bequeme, flache Schuhe tragen, keine Plateauschuhe oder Flip-Flops.
- Keine Angst vor Fehlern, dafür ist die erste Stunde da.
- Fragen stellen, wenn etwas unklar ist. Deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer freut sich darüber.
- Nach der Stunde kurz reflektieren: Was war gut? Was fiel schwer?
Nach der ersten Stunde geht es richtig los
Die erste Stunde ist ein Kennenlernen, von dir, vom Auto und vom Verkehr. Sie gibt dir und deiner Fahrlehrerin oder deinem Fahrlehrer ein erstes Bild davon, wo du stehst und was als nächstes Sinn macht. Danach wird der Plan für die weiteren Stunden klarer. Im Laufe der Ausbildung kommen Schritt für Schritt anspruchsvollere Situationen hinzu, Kreisverkehre, Einparkieren, Autobahnfahrten, Nachtfahrten. Du wirst nicht ins kalte Wasser geschmissen, aber du wirst systematisch an alles herangeführt, was du für die Prüfung und den Alltag brauchst. Wenn du neugierig bist, was auf dich zukommt, wirf einen Blick auf unsere Fahrstunden-Übersicht, dort erklären wir, wie wir die Ausbildung aufbauen.
Häufige Fragen
Was brauche ich für meine erste Fahrstunde?
Du brauchst deinen gültigen Lernfahrausweis. Ohne dieses Dokument darf die Fahrstunde nicht durchgeführt werden. Alles andere, also Vorkenntnisse oder spezielle Ausrüstung, ist nicht notwendig.
Bin ich in der ersten Fahrstunde schon im normalen Strassenverkehr?
Ja, aber deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer wählt ruhige, übersichtliche Strassen für den Einstieg. Du wirst nicht sofort auf eine stark befahrene Hauptstrasse oder Autobahn losgeschickt. Die Stunden bauen systematisch aufeinander auf.
Wie viele Fahrstunden brauche ich bis zur Prüfung?
Das ist individuell verschieden. Im Schnitt absolvieren Fahranfängerinnen und Fahranfänger in der Schweiz 25 bis 35 Fahrstunden bei einer Fahrschule, dazu kommen begleitete Privatfahrten. Wer regelmässig übt und begleitete Stunden nutzt, braucht oft weniger Fahrschulstunden bis zur Prüfungsreife.