Praxis · 3 Min.

Lernphase effizient gestalten

Autofahren mit 17 ► So holst du das Maximum aus der obligatorischen Lernphase heraus und sparst gleichzeitig noch Geld!

Aktualisiert am 07. Juni 2025

Fahrschüler in der Lernphase beim Üben mit der Fahrschule Buri

Zwölf Monate. So lange dauert die obligatorische Lernphase in der Schweiz zwischen Lernfahrausweis und dem Führerausweis auf Probe. Das klingt lang, und tatsächlich ist es auch genug Zeit, wenn du sie gut nutzt. Wer die Lernphase aber passiv verstreichen lässt und kurz vor der Prüfung in Panik verfällt, macht es sich unnötig schwer. Hier ist, wie du die Zeit wirklich in gute Fahrkompetenz umwandelst.

Theorie, Fahrstunden und VKU klug kombinieren

Die Lernphase besteht aus drei Säulen: dem Theorietest, dem praktischen Fahrunterricht und dem Verkehrskunde-Unterricht (VKU). Viele Fahrschülerinnen und Fahrschüler gehen diese drei Bereiche getrennt an, dabei lassen sie sich wunderbar verzahnen. Den Theorietest solltest du möglichst früh ablegen, idealerweise innerhalb der ersten drei Monate. Wenn du die Verkehrsregeln frisch im Kopf hast, verarbeitest du das Erlebte auf der Strasse viel besser. Dein Fahrlehrer kann dann auf echte Situationen hinweisen, und du erkennst, warum eine Regel so und nicht anders gilt.

Der VKU ist ebenfalls Pflicht vor der praktischen Prüfung. Plane ihn so, dass du bereits erste Fahrerfahrung hast, dann profitierst du am meisten von den Diskussionen im Kurs. Unsere VKU-Kurse laufen regelmässig und können gut nach den ersten Fahrstunden eingeplant werden.

Private Übungsfahrten: Quantität und Qualität

Private Übungsfahrten mit einer qualifizierten Begleitperson sind Gold wert, aber nur, wenn sie bewusst stattfinden. Nicht einfach im Kreis fahren, sondern gezielt Schwächen angehen. Wenn du im Fahrunterricht Mühe mit dem Einparken hattest, dann übe genau das. Wenn Autobahnen noch angespannt anfühlen, fahr öfters drauf. Führe am besten ein kurzes Fahrtagebuch: was hast du geübt, was lief gut, was willst du nächstes Mal besser machen?

  • Theorietest früh ablegen, am besten in den ersten 3 Monaten
  • Fahrstunden regelmässig und über die ganze Lernphase verteilen, nicht alles kurz vor Schluss
  • VKU nach ersten Fahrerfahrungen einplanen für maximalen Nutzen
  • Übungsfahrten gezielt planen: verschiedene Streckentypen, verschiedene Tageszeiten, Regen und Dunkelheit einschliessen
  • Nach jeder Übungsfahrt kurz reflektieren, was gut war und was du verbessern möchtest
  • Kommunikation mit dem Fahrlehrer: berichte, was du privat geübt hast
Fahrschüler in der Lernphase beim Üben mit der Fahrschule Buri

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Lernphase für den Führerausweis in der Schweiz?

Die gesetzlich vorgeschriebene Lernphase beträgt mindestens 12 Monate. Erst nach dieser Wartezeit darf die praktische Führerprüfung abgelegt werden. Die Phase beginnt mit der Ausstellung des Lernfahrausweises.

Muss ich den Theorietest vor den Fahrstunden ablegen?

Es gibt keine gesetzliche Reihenfolge, aber die Praxis zeigt: Wer zuerst den Theorietest ablegt, versteht den Fahrunterricht besser und lernt schneller. Empfohlen wird, den Theorietest in den ersten drei Monaten der Lernphase zu absolvieren.

Wie viele Fahrstunden brauche ich vor der praktischen Prüfung?

Eine gesetzliche Mindestanzahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass du die Prüfungsanforderungen erfüllst. Im Schnitt absolvieren Schweizer Fahrschülerinnen und Fahrschüler zwischen 20 und 30 Fahrstunden, ergänzt durch private Übungsfahrten.